Lockdown Light - Das gilt in der Weihnachtszeit

Nach vier Wochen Lockdown Light haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten am Mittwoch, den 25.11.2020 auf weitere Corona-Einschränkungen geeinigt. Die neuen Beschlüsse gelten ab dem 1. Dezember 2020. Sie betreffen Schulen, Kitas, Profisport, Gastronomie, aber auch Kontakte im privaten Bereich in der Weihnachtszeit.

- Kontaktbeschränkungen:
Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes treffen. Die maximale Personenanzahl liegt bei fünf. Kinder unter 14 Jahren fallen nicht darunter.
Außerdem sind keine Feiern auf öffentlichen Plätzen und in privaten Wohnungen erlaubt. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen werden mit Bußgeldern geahndet.

- Bildung und Kindergärten
Die Schulen und Kindergärten sollen weiterhin so lange wie möglich geöffnet bleiben. In Corona Hotspots soll es einen hybriden Unterricht oder Wechselunterricht ab der 8. Klasse möglich sein, jedoch nur wenn es notwendig ist. In vielen Teilen Deutschlands, so auch in Bayern, wurden die Weihnachtsferien bereits um einige Tage vorverlegt. Hierzulande starten sie dieses Jahr am 18.12.2020. Die Lehrveranstaltungen in Hochschulen und Universitäten finden ausschließlich digital statt. Es gibt keine Präsensveranstaltungen in den Hochschulen und Universitäten, zudem müssen auch Bibliotheken schließen.

- Gastronomie, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, o. ä.:
Vom 2. November, bis zum 20.12.2020, sollen alle Gastronomiebetriebe geschlossen bleiben. Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr Zuhause bleiben weiterhin möglich. Die Kantinen bleiben geöffnet.

- Groß-/Einzelhandel:
Die großen und kleinen Geschäfte bleiben weiterhin geöffnet. Es gibt jedoch Beschränkungen im Kundenverkehr und weitere Hygieneregeln. Bei einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern befinden – auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

- Tourismus:
Alle touristischen Übernachtungen sind verboten. Es ist nur noch erlaubt für wirklich notwenige Zwecke Übernachtungsangebote zu nutzen. Auf Besuche bei Verwandten soll verzichtet werden. Außerdem möchten Bund und Länder eine europaweite Regelung erreichen, um Ski-Tourismus bis zum 10. Januar zu unterbinden. Wer trotzdem unterwegs ist, muss sich danach 10 Tage in Quarantäne begeben. Die Zeit in Quarantäne wird nicht vom Arbeitgeber vergütet.

- Freizeiteinrichtungen und Profisport:
Bis 20. Dezember sind Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen - Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen. Theater, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder, Zoos und viele weitere Einrichtungen müssen schließen. Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist ebenfalls verboten. Der Individualsport ist von dieser Regel ausgenommen. Der Profisport wird in Geisterspielen fortgesetzt.

- Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios
Die Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios bleiben weiterhin geschlossen. Ausgenommen sind Friseursalons und medizinisch notwendige Behandlungen.

- Neue Bahn-Regeln
Mehr Züge sollen eingesetzt werden und weniger Sitzplätze sollen reservierbar werden, damit der Abstand zwischen den Reisenden eingehalten werden kann. Einzelheiten soll "die Bahn" festlegen.


Ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk wird es nicht geben.

Ab Weihnachten sollen die Beschränkungen gelockert werden. Zwischen dem 23. Dezember bis maximal 01. Januar sollen Treffen "im engsten Freundes- und Familienkreis" mit bis zu maximal zehn Personen möglich sein. Auch hierbei sind Kinder bis 14 Jahre ausgenommen und zählen nicht in die Personenzahl mit rein. 

Zudem beschließt Bayern die Hotspot-Strategie: In Hot-Spots mit einer 7-Tage-Inzidenz ab 200 sollen strengere Maßnahmen gelten. Betroffen sind da vor allem die Schulen. Ab Klassenstufe acht wird in der Regel geteilt - ein Teil hat Unterricht zu Hause, der andere in der Schule.  Ausnahmen sind Abschlussklassen und Förderschulen. Außerdem müssen Musik-und Fahrschulen schließen, ebenso  Märkte und Wochenmärkte, ausgenommen ist der Lebensmittelverkauf.

Die Corona-Hilfen werden weiter fortgesetzt. Im Januar soll es dann die "Überbrückungshilfe 3" geben, die bis zum Sommer läuft.


(Stand: 26.11.2020, 15 Uhr)

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